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„Noch ist es fünf vor 12“

Gesprächsreihe Anstöße: Klimawandel – Gute Aussichten für morgen?!

Von Jana Alpaslan.

„Nicht nur Gast, sondern richtig prominent“ – so stellte Dr. Pascal Bader vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg den gestrigen Referenten der Gesprächsreihe Anstöße des Ministeriums vor. Gemeint ist Sven Plöger, der unter dem Titel „Klimawandel – Gute Aussichten für morgen?!“ zu Gast war. Der Meterologe und Wettermoderator führte gewohnt humorvoll durch den Abend. Unterliegt Klimawandelkommunikation oft dem Problem, als zu dramatisch oder gar ketzerisch empfunden zu werden, war dies gestern nicht der Fall. Plöger schaffte den Spagat zwischen der Dringlichkeit der Sache und dennoch Mut machen und formulierte treffend „noch ist es fünf vor 12.“

Bei allem Optimismus machte Plöger aber auch sehr deutlich, dass wir es mit tiefgreifenden, Rekordveränderungen zu tun haben. So hatten wir zu Beginn des Monats Januar in Deutschland beispielsweise gar keinen Schnee und dann aber innerhalb kürzester Zeit neue Schneerekorde. Auch gab es in Deutschland seit ganzen 22 Jahren kein Jahr mehr, das nach dem langjährigen Mittel von April bis Juli zu kalt war.

Dass sich dessen auch immer mehr Menschen bewusst sind, zeigte zum Einen die überdurchschnittlich hohe Zahl an Anmeldungen – und war zu Teilen wohl auch der Prominenz des Referenten geschuldet. Zum Anderen sprachen aber auch sowohl Minister Untersteller als auch Sven Plöger die derzeit in den Medien sehr präsente (Schüler/innen)-Bewegung „Fridays For Future“ an. Beide zeigten sich solidarisch mit den Schüler/innen, die für mehr Klimaschutz streiken.

Schließlich geht es beim Klimaschutz genau darum – den Wandel zu gestalten, also nicht nur zu reagieren, sondern zu agieren. Denn noch ist es fünf vor 12.

Weitere Termine der Gesprächsreihe Anstöße erfahren Sie hier: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/veranstaltungen/gespraechsreihen/anstoesse/.

Nachhaltige Stadtentwicklung

Städte stehen weltweit vor immensen Herausforderungen.

Klimawandel, Ressourcenknappheit und immer mehr Menschen lassen keine andere Wahl, als aktiv zu werden und die Gelegenheit zur Innovation am Schopfe zu packen. Wenn wir dies als Chance begreifen, können wir einen großen Beitrag zu einer enkelgerechteren Zukunft leisten. Nachhaltige Stadtentwicklung möchte diesen Beitrag leisten. Durch die ganzheitliche Betrachtung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension können Städte resilient und zukunftsorientiert entwickelt werden. Auf globaler Ebene verbirgt sich dies auch hinter dem Sustainable Development Goal Nr. 11 der Vereinten Nationen.

Den Beitrag von Jana Alpaslan lesen Sie unter Aktuelles

2. PIWI Forum

Neue Sorten in der Diskussion zwischen Wissenschaft, Anbau und Vermarktung

Pilzwiderstandsfähige Rebsorten trotzen den Pilzkrankheiten wie echtem und falschem Mehltau. Gezüchtet werden diese Rebsorten durch klassische Zuchtmethoden, wobei natürliche Pilzresistenzen aus Wildreben in die europäischen Edelreben eingekreuzt werden. So können die hervorragenden Eigenschaften für hohe Weinqualität der Edelreben mit der Widerstandsfähigkeit aus den Wildreben kombiniert werden. Durch gezielte Züchtung und Selektion entstehen neue Rebsorten, die es ermöglichen, den Pflanzenschutzmitteleinsatz im Weinbau um rund 50% zu reduzieren. Damit kann der Weinbau wesentlich nachhaltiger gestaltet werden.

Im Rahmen des novisys Forschungsprojektes veranstaltet die Hochschule Heilbronn mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft und Praxis am 20. November 2019 von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr in der neuen Aula am Bildungscampus das zweite PIWI Forum. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Partner sind u.a. das Julius-Kühn-Institut, das staatlicheWeinbauinstitut Freiburg, die LWG, die Rebschule Freytag, ECOVIN, die StaatlicheLehr- und Versuchsanstalt Weinsberg, die Hochschule Geisenheim, PIWIInternational e.V., das Deutsche Institut für Nachhaltige Entwicklung e.V., das deutsche Weinmagazin und Wein+Markt.

Das Programm umfasst verschiedene Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion. Diskutiert werden die Zukunftsperspektiven pilzwiderstandsfähiger Rebsorten, deren Anbau, Ausbau und Vermarktung. Es stehen Weine verschiedener Weinbauinstitute und Winzer zur Verkostung bereit.

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Weinbaubetriebe, Weinfachhändler und Wissenschaftler, die an der Diskussion über dieZukunftsgestaltung des deutschen Weinbaus teilnehmen möchten.

Informationen und Registrierung unter http://www.zukunft-weinbau.de/piwi-forum/

Heilbronn wird nachhaltiger

Seit November 2018 ist Heilbronn Mitglied der Fairtrade-Towns in Deutschland. Berlin wurde am 8. November 2018 offiziell als 574. Stadt als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Weltweit tragen über 2.000 Fairtrade-Towns den Titel, darunter London, Brüssel, Rom, San Francisco und Kopenhagen.

Für Heilbronn bedeutet die Mitgliedschaft, dass in den lokalen Geschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants vermehrt Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Das Portfolio umfasst inzwischen etwa 5.500 Fairtrade-Produkte, darunter Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen, Zucker und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle.

Das Ziel ist die Armutsbekämpfung weltweit, eines der wichtigsten Ziele der Vereinten Nationen in den Sustainable Development Goals zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung.

Heilbronner Bürgerinnen und Bürger können ab sofort ihren Beitrag für eine enkelgerechte Gesellschaft leisten.

Das DINE begleitet Kommunen auf dem Weg zur Fairtrade-Town. Zeigen Sie Ihr Interesse unter: info@dine-heilbronn.de

Klimaneutraler Wein

Klimaneutraler Wein

Immer mehr deutsche Winzer übernehmen Verantwortung und leisten ihren Beitrag zum Klimaschutz. Bereits 2016 hat das Pfälzer Familienweingut Alfons Hormuth das Zertifikat “Klimaneutrales Weingut” vom >DINE< erhalten. Das Staatsweingut Meersburg folgte. Im Jahr 2018 konnte das württembergische Weingut Bernhard Ellwanger ausgezeichnet werden.

Es lohnt sich. Neben der Transparenz der Arbeitsschritte – vom Pflanzen der Weinreben bis zum Verkauf der Flaschen – ergeben sich Einsparmöglichkeiten an Kosten und an Treibhausgasemissionen.

Weingüter sind aufgerufen, diesen Beitrag für unsere Zukunft zu leisten.